Die Betriebsgruppe,
Bindeglied zwischen Gewerkschaft und Arbeitnehmer
Die Betriebsgruppe ist ein Zusammenschluß
von interessierten Kolleginnen und Kollegen des Betriebes (Vertrauensleute)
Bildung der Betriebsgruppe:
Interessierte Kolleginnen und Kollegen sollten zunächst in die zuständige Gewerkschaft
eintreten.
Zwischenanmerkung von mir !
Jeder Mensch versichert sich gegen jedes Risiko, Hausrat , Haftpflicht und sogar Zahnersatz
gegen das grösste Risiko
- den Existenzverlust durch Arbeitsplatzverlust, meistens jedoch nicht,
nach dem Motto:
Gewerkschaften bringen eh nix, kosten nur Geld, dafür krieg ich ja Kippen und nen Kasten Bier
Es gibt da schon ein paar Vorteile !
-Tariferhöhung kommt nicht vom Arbeitgeber, sondern wird von Kolleginnen und Kollegen
in mühsamen Arbeitskämpfen und vieler klein klein Arbeit errungen,
zugegeben krieg ich auch wenn ich nicht drin bin, nehmen ist seeliger als geben.
oder war das andersrum, naja egal,
- gehts mal hin zu einer Abmahnung (Vorstufe der Kündigung)
engagiert man mal eben über den Rechtschutz der Versicherung (her
mit der Kohle und ab zum günstigsten Anwalt)
mal meist nur Beratungsrechtsschutz, bei geringen Aussichten auf Erfolg
keine Kostenübernahme, trifft man zufällig einen
Arbeitsrechtler, der sich mit der Materie auskennt,
Glück gehabt, wenn nicht hilft der ja bei einer anstehenden Scheidung oder im Mietprozess
Besser ist , na klar, ein Spezialist der sich mit sowas auskennt,
- die Rechsabteilung der Gewerkschaft,
zugegeben von Scheidungen verstehen die meist nicht viel,
- dafür um so mehr von Arbeitsrecht,
kostet nichts, ist ja alles im Beitrag mit drin,
vorausgesetzt, man gibt das Geld nicht für die vorgenannten Kippen
und den Kasten Bier aus.
Na los sichert Euch ne Anmeldung der Gewerkschaft, im übrigen sind die Gewerkschaft
nicht die Bezahlten, wenn auch nicht gut bezahlte , Sekretäre, sondern Ihr, die Mitglieder, folglich die Bezahlten also Eure Helferlein.
Nun weiter
Die Gründung
Hat man nun den Entschluß gefasst eine Betriebsgruppe zu Gründen und sich eine
Mitgliedschaft gegönnt, sucht man den zuständigen Sekretär, (unser Helferlein auf
und geht ans eingemachte, der unterstützt Euch bei der Gründung und der Arbeit.
Ohne Moos nichts los
Mitgliedsbeiträge müssen Ihrem Namen entsprechend für Mitglieder ausgegeben werden,
frech nachgefragt macht der Geschäftsführende Sekretär,
das ist der, der immer aufpasst das Geld z. B. für Streiks in der Kasse ist ,
erst mal ein langes Gesicht, nach der Erholungsphase aber meist ein paar Euro locker
fürs erste Treffen, kommt ja auch bei Eintritten der Kolleginnen und Kollegen in die
Gewerkschaft was zurück,
(einmalige Sache, danach zahlt jeder selbst, ist ja kein Stammtisch)
Ist das geklärt spricht man mit dem Wirt seines Vertrauens,
sinnigerweise in der Nähe des Betriebes eine Räumlichkeit ab,
wo die Betriebsgruppensitzung stattfindet
Danach macht man nen schicken Aushang mit Gewerkschaftlogo, muß
sein, man plant ja keine Revolution, alles schön geordnet
(Deutsche Gründlichkeit weißt Bescheid)
dadurch kommt natürlich keiner zur Betriebsgruppensitzung, wer liest schon schwarze Bretter,
dank unserer Kreativität und dem Zauberwort Freibier,
natürlich unter der Hand, ist die Überzeugungsarbeit
vollbracht, Puh ganz schön leicht !
Achso die Sitzung findet natürlich nach der Arbeitszeit statt und
natürlich nicht auf Firmengelände, selbst wenn, passiert auch
schon mal, der Arbeitgeber das anbietet,
unter uns ist halt unter uns !
Damit das sich nicht zum Saufgelage ausweitet, wählt man auf der Sitzung den
Betriebsgruppensprecher
und sinnigerweise noch nen Stellvertreter und einen der schreibt,
Gründung vollbracht,
herzlichen Glückwunsch,
Der Betriebsgruppensprecher,
ist vergleichbar mit dem Betriebsratsvorsitzenden für die Geschäftsführung der Betriebsgruppe
zuständig und Sprachrohr der Gruppe, Probleme der
Beschäftigten trägt er dem Betriebsrat vor und bittet den
Betriebsrat tätig zu werden,
Beschäftigte reden sowieso lieber mit Kollegen,
der Weg zum Betriebsrat bedarf oftmals ein Stück Überwindung, wer erwischt mich wenn ich
den Betriebsrat besuche und habe ich dadurch Nachteile,
Betriebsratsbüros in unmittelbarer Nähe der Personalabteilung
oder anderer Vorgesetzter führt auch nicht zu
übermäßigem
Publikumsverkehr.
Der Betriebsgruppensprecher
ist überdies Mitglied der gewerkschaftlichen Fachgruppe,
Die Fachgruppe
trifft sich regelmäßig, meist im Gewerkschaftshaus und redet mit anderen
Kolleginnen und Kollegen (der Betriebsgruppen) über die Betriebsgruppenarbeit
sowie über anstehende Tarifverhandlungen, sie beschließt die Forderung
zur Tarifrunde vor Ort.
Übrigens die Sitzungen finden in der Regel während der Arbeitszeit statt,
Freistellung von der Arbeit regelt der Tarifvertrag.
Die Fachgruppe
bestellt die Tarifkommisionsmitglieder.
Die Tarifkommision
beschliesst dann die Forderung und setzt Sie um.
danach geht das ganze wieder rückwärts bis zur Betriebsgruppe und den Kolleginnen und Kollegen im Betrieb ,
Demokratie pur
das wars erstmal,
Fragen hierzu beantworte ich Euch gerne,
meldet Euch einfach
Helmuth
www.betriebsraete.de |