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Stationen - Gesamtübersicht
Arbeiterbewegung und Menschenrechte
Bundesrepublik ab 1960 - 1969

Einleitung:
dieser Artikel erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit,
dazu ist das Thema zu komplex;
er wird ständig ergänzt, aber wahrscheinlich nie fertig !;
Ihr findet zu den einzelnen Berichten, Beschreibungen,
Querverweise und Links !;

ausgehend mit der Französischen Revolution
1789 bis 1799 bis heute;
In der Betrachtung findet Ihr
die Entwicklung in Deutschland/Europa
Durch die Vielzahl der Gesetze/Änderungen
ist es Notwendig den Bereich ab 1945
zu unterteilen.


Jahr Beschreibung
Bundesrepublik
Gesetz/Verordnung
2 1960 bis 1969 Übersicht
1960 bis 1969
1960 schrittweise Einführung der 40-Stunden-Woche.
1960 Das Jugendarbeitsschutzgesetz tritt in der Bundesrepublik in Kraft
1961 Verabschiedung des "Bundesangestelltentarifvertrages" (BAT).
1961 Die Volkskammer beschließt das "Gesetzbuch der Arbeit"
1961 Verabschiedung des Bundessozialhilfegesetzes.
1961 Gesetz zur Förderung der Vermögensbildung der Arbeitnehmer
1962 Bundesurlaubsgesetz, das den Mindesturlaub auf 15 Tage festlegt.
1963 Streik der Metallarbeiter in Baden-Württemberg
und Aussperrung im gesamten Tarifgebiet
1964 Ruhrbergbau
Demonstrtrationen für den Erhalt der Arbeitsplätze.
1965 624-DM-Gesetz
1966 Demonstrationen gegen  Notstandsgesetze
1967 Gründung Komune 1
1967 Mitbestimmungsänderungsgesetz
1968 Rudi Dutschke,  niedergeschossen
1968 Siebzehntes Gesetz zur Ergänzung des Grundgesetzes
-Notstandsgesetze-
Notstandsgesetze
1969 Arbeitsförderungsgesetz (AFG)
1969 Lohnfortzahlungsgesetz
1969 Berufsbildungsgesetz
1969 Septemberstreiks
1969 erstmals Streiks im öffentlichen Dienst



Bundesrepublik
Grundrechte  sind wesentliche Rechte, 
die Bürgern oder gesellschaftlichen Zusammenschlüssen gegenüber Staaten als beständig, dauerhaft und einklagbar garantiert werden. In erster Linie sind sie Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat, sie können sich jedoch auch auf das Verhältnis der Bürger untereinander auswirken („Drittwirkung“).
1960
 schrittweise Einführung der 40-Stunden-Woche.
8.7. Die Tarifpartner der Metallindustrie einigen sich auf die schrittweise Einführung der 40-Stunden-Woche.

1960
Das Jugendarbeitsschutzgesetz tritt in der Bundesrepublik in Kraft
9.8. Das Jugendarbeitsschutzgesetz tritt in der Bundesrepublik in Kraft. Das Mindestalter für eine Beschäftigung wird auf 14 Jahre festgelegt und die Akkord- und Fließbandarbeit für Jugendliche verboten.

1961
 1961 Verabschiedung des "Bundesangestelltentarifvertrages" (BAT).
23.2.  Verabschiedung des "Bundesangestelltentarifvertrages" (BAT). Darin werden die Arbeitsbedingungen und die Sozialleistungen für rund 500.000 Angestellte des Bundes, der Länder und Gemeinden geregelt.

1961
Die Volkskammer beschließt das "Gesetzbuch der Arbeit"
12.4.  Die Volkskammer beschließt das "Gesetzbuch der Arbeit". Es regelt die Positionen des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) im Rahmen der DDR-Planwirtschaft und die Positionen der Arbeiter in den Betrieben.

1961
Verabschiedung des Bundessozialhilfegesetzes. 
30.6.  Verabschiedung des Bundessozialhilfegesetzes. Es tritt als drittes Grundprinzip der sozialen Sicherung neben die staatliche Sozialversicherung und das Vorsorgegesetz. Aufgabe der Sozialhilfe ist es, Hilfsbedürftigen ein menschenwürdiges Leben zu sichern.

1961
Gesetz zur Förderung der Vermögensbildung der Arbeitnehmer
12.7.  Der Bundestag verabschiedet das "Gesetz zur Förderung der Vermögensbildung der Arbeitnehmer", das sogenannte "312-Mark-Gesetz".

1962
Bundesurlaubsgesetz, das den Mindesturlaub auf 15 Tage festlegt.
7.12. Der Bundestag regelt das Bundesurlaubsgesetz neu, das den Mindesturlaub auf 15 Tage festlegt.

1963
Streik der Metallarbeiter in Baden-Württemberg
und Aussperrung im gesamten Tarifgebiet
10.5. Mit der Zustimmung der Industriegewerkschaft (IG) Metall zum Kompromiß der Tarifkommission über eine gestaffelte Lohnerhöhung endet der seit dem 29. April andauernde Streik der Metallarbeiter in Baden-Württemberg. Erstmals seit 1928 haben die Unternehmer auf einen Streik mit der geschlossenen Aussperrung im gesamten Tarifgebiet reagiert.

1964
Ruhrbergbau
Demonstrtrationen für den Erhalt der Arbeitsplätze.
31.10. Der Rationalisierungsverband Ruhrbergbau meldet 31 Großzechen im Ruhrgebiet zur Stillegung an. In den folgenden Wochen gehen Tausende von Bergleuten auf die Straße und demonstrieren für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze.

1965
624-DM-Gesetz
5.5. Der Bundestag verabschiedet das "624-DM-Gesetz" (2. Gesetz zur Förderung der Vermögensbildung der Arbeitnehmer). Danach können Arbeitnehmer nach tarifvertraglicher Vereinbarung jährlich bis zu 624 D-Mark steuerbegünstigt mit Unterstützung des Arbeitgebers sparen.

1966
Demonstrationen gegen  Notstandsgesetze
30.10. In Frankfurt demonstrieren rund 20.000 Menschen gegen die von der Bundesregierung geplanten Notstandsgesetze. Sie folgen damit einem Aufruf des Kuratoriums "Notstand der Demokratie".

1967
Gründung Komune 1
1.1. In West-Berlin wird die sogenannte Kommune 1 gegründet. Aus dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) entstanden, versteht sich die Kommune 1 als eine in das Alltagsleben umgesetzte Form der Außerparlamentarischen Opposition. Außerdem streben die Mitglieder der Kommune 1 mit ihrer gemeinsamen Lebensform eine "Revolutionierung des Alltags" an, in der die bürgerlichen Beziehungen zwischen den Geschlechtern und zu den Kindern aufgehoben werden sollen.


1967
Mitbestimmungsänderungsgesetz
zur befristeten Sicherung der Mitbestimmung in Montan-Unternehmen.

1968
Rudi Dutschke,  niedergeschossen
    11.4. Rudi Dutschke, Vorstandsmitglied des Sozialistischen Studentenbundes (SDS), wird in West-Berlin von einem 23jährigen Arbeiter niedergeschossen und schwer verletzt.
    11.-17.4. Der Anschlag auf Dutschke führt in vielen Teilen der Bundesrepublik zu Demonstrationen und teilweise blutigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Besonders bei den Protestaktionen gegen das Verlagshaus Axel Springer am 12.4. kommt es zu Ausschreitungen.


1968
Siebzehntes Gesetz zur Ergänzung des Grundgesetzes
-Notstandsgesetze-
11.5. Gegner der Notstandsgesetzgebung unternehmen einen Sternmarsch nach Bonn mit rund 30.000 Teilnehmern aus dem ganzen Bundesgebiet.
30.5. Der Bundestag beschließt eine Ergänzung des Grundgesetzes durch die Notstandsverfassung. Sie genehmigt unter anderem den Einsatz der Bundeswehr bei inneren Unruhen. Die Diskussion im Bundestag wird von zahlreichen Protestveranstaltungen, zu denen der SDS und andere Mitglieder der APO aufgerufen haben, begleitet.

1969
Arbeitsförderungsgesetz (AFG)
13.5. Der Bundestag verabschiedet das Arbeitsförderungsgesetz (AFG), das die Funktionen der Bundesanstalt für Arbeit neu festlegt. Das AFG, das am 1.7. in Kraft tritt, umfasst neben der finanziellen Arbeitslosenunterstützung vorbeugende Maßnahmen, wie Beratung, Vermittlung, Umschulung und Fortbildung zur Verhinderung von Arbeitslosigkeit.

1969
Lohnfortzahlungsgesetz
12.6. Verabschiedung des Gesetzes über die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall im Bundestag. Danach sind die Arbeitgeber verpflichtet, den Arbeitern (ebenso wie bisher den Angestellten) den vollen Bruttolohnausgleich während der ersten sechs Krankheitswochen zu zahlen. Das Gesetz tritt am 1. Januar 1970 in Kraft.

1969
Berufsbildungsgesetz
14.8. Der Bundestag verabschiedet das Berufsbildungsgesetz, das die betriebliche und überbetriebliche Ausbildung bundeseinheitlich neu regelt.

1969
Septemberstreiks
2.9.  Mit einem Ausstand von Stahlarbeitern in Dortmund bricht in der Bundesrepublik eine Streikwelle aus, die sogenannten Septemberstreiks. Mit diesen von den Gewerkschaften nicht organisierten "wilden Streiks" wollen die Arbeiter Lohnerhöhungen erkämpfen.

1969
erstmals Streiks im öffentlichen Dienst
17.9. Im kommunalen Bereich der Bundesrepublik finden erstmals Streiks statt, nachdem die Spitzengespräche im öffentlichen Dienst gescheitert sind.

   

      

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