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Stationen - Gesamtübersicht
Arbeiterbewegung und Menschenrechte
Bundesrepublik ab 1980 - 1989

Einleitung:
dieser Artikel erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit,
dazu ist das Thema zu komplex;
er wird ständig ergänzt, aber wahrscheinlich nie fertig !;
Ihr findet zu den einzelnen Berichten, Beschreibungen,
Querverweise und Links !;

ausgehend mit der Französischen Revolution
1789 bis 1799 bis heute;
In der Betrachtung findet Ihr
die Entwicklung in Deutschland/Europa
Durch die Vielzahl der Gesetze/Änderungen
ist es Notwendig den Bereich ab 1945
zu unterteilen.


Jahr Beschreibung
Bundesrepublik
Gesamtübersicht
Liste der Epoche
4 1980 bis 1989 Übersicht
1980 bis1989
1980 Oberverwaltungsgericht zum Radikalenerlass
1980 Arbeitsniederlegung in der Danziger Lenin-Werft
1981 Änderungsgesetz zur Montan-Mitbestimmung
1982 DGB-Gesetzentwurf über die Mitbestimmung in Großunternehmen und Großkonzernen.
1983 Übereinkommengegen jegliche Diskriminierung der Frau.
1983 Ruhrkohle AG  Abbau, 14.000 Arbeitsplätze
1984 Anspruch auf Schadensersatz bei Diskriminierung
1984 Metallindustrie, Streiks um die 35-Stunden-Woche
1985 Verbot der Vermummung
1987 Gesetz zur Verlängerung der Auslaufzeiten in der Montanmitbestimmung.
1987 Überwachung von Arbeitnehmern durch verdeckte Videokameras, grundsätzlich unzulässig.
1987 Im Ruhrgebiet treten mehr als 100.000 Stahlarbeiter in den Streik.
1988 Gesetz zur Änderung des Betriebsverfassungsgesetzes
1989 1. Montagsdemo


Bundesrepublik
Grundrechte  sind wesentliche Rechte, 
die Bürgern oder gesellschaftlichen Zusammenschlüssen gegenüber Staaten als beständig, dauerhaft und einklagbar garantiert werden. In erster Linie sind sie Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat, sie können sich jedoch auch auf das Verhältnis der Bürger untereinander auswirken („Drittwirkung“).
 
1980
Oberverwaltungsgericht zum Radikalenerlass
14.3. In einem seit 1973 andauernden Rechtsstreit entscheidet das Oberverwaltungsgericht Münster im Zusammenhang mit dem Radikalenerlass in letzter Instanz, dass ein Funktionär der DKP nicht Richter werden dürfe.
 
1980
Arbeitsniederlegung in der Danziger Lenin-Werft
14.8. Die rund 17.000 Beschäftigten der Danziger Lenin-Werft legen ihre Arbeit nieder und stellen neben wirtschaftlichen auch politische Forderungen.
16.12. Mehr als 500.000 Menschen versammeln sich vor der Lenin-Werft in Danzig, wo ein Denkmal für die Werftarbeiter enthüllt wird, die bei den Unruhen in Polen 1970 von Regierungstruppen getötet wurden.
 
1981
Änderungsgesetz zur Montan-Mitbestimmung
(Montan-Mitbestimmungsgesetz von 1951 und Holding Novelle von 1956). Befristete Sicherung der qualifizierten Mitbestimmung bei Einschränkung der Gewerkschaftsrechte.
 
1982
DGB-Gesetzentwurf über die Mitbestimmung in Großunternehmen und Großkonzernen.

1983
Übereinkommengegen jegliche Diskriminierung der Frau.
22.7.  Die Bundesrepublik unterzeichnet das Übereinkommen der UNO gegen jegliche Diskriminierung der Frau.

1983
Ruhrkohle AG  Abbau, 14.000 Arbeitsplätze
16.11. Die Ruhrkohle AG in Essen gibt bekannt, daß sie die Zahl ihrer Beschäftigten und ihre Förderkapazität bis 1988 um rund ein Achtel verringern wird. Durch diese Maßnahmen gehen 14.000 Arbeitsplätze verloren. Die Ruhrkohle AG ist das mit Abstand größte Bergbau-Unternehmen in der Bundesrepublik.

1984
Anspruch auf Schadensersatz bei Diskriminierung
10.4.  Auf Antrag von drei Klägerinnen aus der Bundesrepublik Deutschland legt der Europäische Gerichtshof fest, daß Frauen, die im Beruf Männern gegenüber diskriminiert werden, Anspruch auf Schadensersatz haben.

1984
Metallindustrie, Streiks um die 35-Stunden-Woche
10.5. In der Metallindustrie beginnen die Streiks um die 35-Stunden-Woche. Die Automobil-Zulieferindustrie und später auch die Kfz-Produktion kommen zum Erliegen. Gegen Monatsende antworten die Arbeitgeber mit Aussperrungen.
1.7. In der Metallindustrie wird der Arbeitskampf beendet und eine Regelarbeitszeit von 38,5 Stunden unter Zulassung von Ausnahmeregelungen vereinbart. Am 6. Juli beendet auch die Druckindustrie den Arbeitskampf und übernimmt den Kompromiß der Metallbranche.

1985
Verbot der Vermummung
28.6. Der Bundestag verschärft das Demonstrationsstrafrecht durch Verbot der "Vermummung" und des Tragens von "Schutzwaffen".


1987
Gesetz zur Verlängerung der Auslaufzeiten in der Montanmitbestimmung.

1987
Überwachung von Arbeitnehmern durch verdeckte Videokameras, grundsätzlich unzulässig.
7.10. In Kassel entscheidet das Bundesarbeitsgericht, dass eine Überwachung von Arbeitnehmern durch verdeckte Videokameras grundsätzlich unzulässig ist, weil dadurch ihre Persönlichkeitsrechte verletzt werden könnten.
 
1987
Im Ruhrgebiet treten mehr als 100.000 Stahlarbeiter in den Streik.
10.12. Im Ruhrgebiet treten mehr als 100.000 Stahlarbeiter in den Streik. Sie protestieren damit gegen die geplante Schließung des Krupp-Hüttenwerks in Duisburg-Rheinhausen.
23.2. Rund 80.000 Menschen beteiligen sich an einer von der IG-Metall organisierten Menschenkette durch das Ruhrgebiet, mit der sie gegen die geplante Schließung des Krupp-Stahlwerks in Duisburg-Rheinhausen protestieren.


1988
Gesetz zur Änderung des Betriebsverfassungsgesetzes
über Sprecherausschüsse der leitenden Angestellten und zur Sicherung der Montanmitbestimmung. 

1989
1. Montagsdemo
4.9. In Leipzig findet die erste Montagsdemonstration im Anschluss an das traditionelle Friedensgebet in der Nikolaikirche statt. Es wird mehr Reisefreiheit und die Abschaffung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) gefordert. Von nun an finden wöchentlich Montagsdemonstrationen statt.
2.10. In Leipzig demonstrieren 20.000 Menschen für Reformen in der DDR. Die bisher größte dortige Demonstration für Demokratie wird von DDR-Sicherheitsorganen gewaltsam aufgelöst.
In Ost-Berlin wird die Oppositionsgruppe Demokratischer Aufbruch (DA) gegründet.
9.10. Erstmals demonstrieren in Leipzig über 70.000 Menschen für eine demokratische Erneuerung der DDR. Der Ruf "Wir sind das Volk - keine Gewalt" setzt sich durch.
16.10. Bei der bislang größten Demonstration in der DDR seit dem Aufstand vom 17. Juni 1953 ziehen mehr als 120.000 Menschen durch Leipzig. Erneut halten sich die Sicherheitskräfte zurück.
4.11. Bei einer Kundgebung auf dem Alexanderplatz in Ost-Berlin demonstrieren nach Schätzungen zwischen 500.000 und einer Million Menschen für demokratische Reformen und gegen das Machtmonopol der SED in der DDR.
9.11.
Kurz vor Mitternacht öffnen sich die ersten Schlagbäume an der Mauer.
10.11. Nach Öffnung der innerdeutschen Grenzen besuchen Millionen von Bürgern der DDR die grenznahen Städte der Bundesrepublik und West-Berlin. Es kommt zu überschwänglichen Freudenszenen; fremde Menschen umarmen sich, singen, tanzen und jubeln.



      

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